Die Finanzierung eines Hotelprojektes ist in Deutschland sowie in den meisten europäischen Ländern weiterhin ein schwieriges Unterfangen und dies umso mehr, als sich die großen internationalen Hotelketten zunehmend von langfristigen Pachtverhältnissen lösen bezie- hungsweise diese gar nicht mehr eingehen. Der größte Teil des Investitionsrisikos geht so- mit an den Hoteleigentümer beziehungsweise den Investor über. Da die Hotelentwicklung hinsichtlich der Finanzierung grundsätzlich im Wettbewerb mit anderen Anlagemöglichkeiten steht, muss dieses Risiko bewertet werden und sich in einer entsprechenden Rendite aus- drücken.
Je nach Betriebsform (Pachtbetrieb, Managementbetrieb, Franchise, inhabergeführt) bezie- hungsweise je nach Risikoverteilung variieren die Rendite respektive die Sicherungsanfor- derungen der finanzierenden Projektpartner. Da die größeren internationalen Hotelketten das vermeintlich geringste Risiko darstellen, was die Erfolgsaussichten des Projektes angeht, werden hier die geringsten Anforderungen gestellt. So werden in den letzten Jahren auch in Zentraleuropa zunehmend reine Managementverträge ohne jegliche Garantien auch von deutschen Banken finanziert.