Eine einzelne Hotelunternehmung ist aufgrund ihrer Standortgebundenheit nur in der Lage, einen Teil des Marktes zu bearbeiten. Der jeweilige Marktanteil, den sich ein Hotelbetrieb an der Gesamtnachfrage nach Beherbergung letztendlich sichern kann, ist unter anderem da- von abhängig, inwiefern das zugrunde liegende Hotelkonzept auf die charakteristischen Merkmale der Nachfrage abgestimmt ist. Die „goldene“ Immobilienregel „Lage, Lage, Lage“ ist für die Hotellerie insofern in „Lage und Konzept“ umzubenennen. Denn eine noch so gute Lage kann mit einem falschen Konzept schnell zu einer wirtschaftlichen Katastrophe führen.
Um das passende Konzept für einen Standort zu finden, ist zunächst eine fundierte Markt- und Standortanalyse durchzuführen. Diese dient als Grundlage für die Erstellung eines Standortprofils, welches eventuelle Marktlücken oder Marktchancen aufdeckt und somit Potenzial für ein neues Hotel birgt.
Die Markt- und Standortanalyse untersucht neben der historischen Entwicklung des für den Standort relevanten Umfelds auch die spezifische Ausprägung des Umfelds hinsichtlich ihres aktuellen und zukünftigen Potenzials zur Generierung von Beherbergungsnachfrage.