Trotz nachweisbarem Trend zu immer kürzeren Betreiberverträgen ist das Thema Drittver- wendbarkeit (Betreiberkompatibilität) in der Hotelprojektentwicklung noch immer ein zu wenig beachteter Aspekt. Dabei ist ein Betreiberwechsel fast immer mit hohen Repositionierungs- kosten verbunden. Bestes Beispiel hierfür ist die häufige Vernachlässigung einer Klimaanla- ge bei Neubauten in unserer Klimazone mit einem heimischen Betreiber. Würde bei einem Betreiberwechsel anschließend ein internationaler Betreiber angedacht, müsste eine Klima- anlage nachgerüstet werden, da dies international gängiger Standard ist.

 

Je „neutraler“ beziehungsweise drittverwendbarer die Gebäudekonfiguration geplant wird, desto leichter lässt sich ein Betreiberwechsel durchführen. Dem gegenüber steht allerdings der Trend zu immer individuelleren Betriebs- und Designkonzepten, die sich aus der Menge hervorheben.

 

Die Abwägung zwischen Neutralität und Individualität ist eine der Hauptaufgaben der Feuring Gruppe im Rahmen der Projektentwicklung. Ziel ist es, die Standards der Betreiber so umzu- setzen, dass die Individualität der Marke gewahrt wird, ohne jedoch allgemein gültige Stan- dards zu vernachlässigen.